Bitterklee

Menyanthes trifoliata

Pflanzenfamilie: Fieberkleegewächse

Blütezeit: April bis Juli

Vorkommen in OÖ: In ganz OÖ, vor allem in Quell- und Niedermooren, Schwingrasen und Flachbereichen stehender Gewässer.

Gefährdung in OÖ: Grundsätzlich gefährdet und außerhalb der Alpen stark gefährdet.

Bitterklee | Menyanthes trifoliata

Nicht zu viel Nähe, bitte!

Ausdauernd ist er, der Bitterklee, der auch als Fieberklee bezeichnet wird und als Wasser- bzw. Sumpfpflanze gilt.

Er blüht in unseren Gebieten leider immer seltener.

Er lässt sich leicht verdrängen und sollte deshalb nicht zu nah an seine Nachbarn gepflanzt werden.

Bitterklee

Viele Jahre lang überdauert der Bitterklee, vor allem auch an Seeufern, die sonnig oder halbschattig gelegen sind.  Trockenheit mag er gar nicht.

Mit seinen weißen, fransigen Blüten begeistert er Bienen und Hummeln.

Eine Heilwirkung des Bitterklees sollen vor allem die getrockneten Blätter der blühenden Pflanze besitzen. Gegen Fieber soll er aber – trotz seines Beinamens – nicht helfen.

Langblatt-Hasenohr

Bupleurum longifolium

Pflanzenfamilie: Doldenblütler

Blütezeit: Juli bis Oktober

Vorkommen in OÖ: In kalkreichen Laubwäldern und Hochstaudenfluren der Alpenregion.

Gefährdung in OÖ: Nur mehr zerstreutes Vorkommen.

Langblatt-Hasenohr | Bupleurum longifolium

Goldgelber Hingucker

Lehmige, kalkhaltige und tonige Böden werden vom Langblatt-Hasenohr normalerweise bevorzugt, vor allem, wenn sie halbschattig liegen.

In Österreich kommt es nur mehr selten vor und soll deshalb auf keinen Fall gepflückt, gesammelt oder zertreten werden.

Langblatt-Hasenohr

Die goldgelben Kronblätter und detailreichen Blütensterne der bis zu 100 cm hochwachsenden Pflanze sind ein wahrer Hingucker.

Kleine Insekten mögen das Langblatt-Hasenohr sehr gerne, vor allem auch Käfer und Fliegen.

Eine Heilwirkung wird dem Langblatt-Hasenohr in der Traditionellen Chinesischen Medizin bei der Lösung von Qi-Blockaden nachgesagt.

Schwarzviolett-Akelei

Aquilegia atrata

Pflanzenfamilie: Hahnenfußgewächse

Blütezeit: Mai bis Juli

Vorkommen in OÖ: In kalkreichen, lichten Wäldern und Waldsäumen sowie in Magerwiesen und Heißländern des Vorlandes und der Alpen.

Gefährdung in OÖ: In der Böhmischen Masse bereits ausgestorben.

Schwarzviolett-Akelei | Aquilegia atrata

Dunkle Schönheit

Die Schwarzviolett-Akelei findet sich gerne in Wäldern und Hochstaudenfluren, innerhalb der montanen und alpinen Höhenstufe.

Sie erinnert ein wenig an eine Glockenblume, erstrahlt aber von viel dunklerer und intensiverer Farbe.

Schwarzviolett-Akelei

Die Pflanze, die braunviolette Blüten aufweist, wird bis zu 60 cm hoch und mag es gerne halbschattig.

Vor allem von Hummeln wird sie gerne bevölkert.

Die Schwarzviolett-Akelei ist leicht giftig und sollte nicht zuletzt deshalb nur mit den Augen betrachtet werden.

Sumpf-Herzblatt

Parnassia palustris

Pflanzenfamilie: Spindelbaumgewächse

Blütezeit: Juni bis September

Vorkommen in OÖ: In kalkreichen Quellfluren und Niedermoorwiesen colliner bis alpiner Lagen. Vorwiegend in der Böhmischen Masse und den Alpen.

Gefährdung in OÖ: In der Böhmischen Masse vom Aussterben bedroht, im Alpenvorland stark gefährdet.

Sumpf-Herzblatt | Parnassia palustris

Strahlendes Kunstwerk

Die weißen Blüten des Sumpf-Herzblatts mit einer hellrosa leuchtenden Blütenmitte sind ein wahres Kunstwerk.

Am liebsten wächst es in sumpfigen Wiesen oder Mooren und ist vor Ort durch sein strahlendes Wesen von weitem zu erkennen.

Sumpf-Herzblatt

Als Studentenröschen wird das Sumpf-Herzblatt ebenfalls bezeichnet, angeblich aufgrund der Liebesbezeugung von Studenten an ihre Liebsten.

Heute sollte man die Blume auf keinen Fall mehr verschenken, da sie in unserer Gegend sehr selten geworden ist.

In früheren Zeiten wurde das Sumpf-Herzblatt als Beruhigungsmittel verwendet und zudem gegen Magenbeschwerden eingesetzt.

Gewöhnlich-Katzenpfötchen

Antennaria dioica

Pflanzenfamilie: Korbblütler

Blütezeit: Mai bis Juli

Vorkommen in OÖ: Auf bodensauren Magerwiesen und -weiden im Alpenraum und der Böhmischen Masse.

Gefährdung in OÖ: In Tieflagen vom Aussterben bedroht, im Vorland bereits verschwunden.

Gewöhnlich-Katzenpfötchen | Antennaria dioica

Behaarte Wildpflanze

Das Gewöhnlich-Katzenpfötchen wird auch als Himmelfahrtsblümchen bezeichnet, da es kurz vor Pfingsten blüht.

Es eignet sich besonders gut für Wildpflanzengärten.

Der Name weist auf die dichte Behaarung der Blüten hin.

Gewöhnlich-Katzenpfötchen

Auf Heiden oder in lichten Kieferwäldern fühlt sich das Gewöhnlich-Katzenpfötchen wohl, vor allem dort wo es hell und trocken ist.

Die Blüten können sowohl in weiß, rosa als auch purpurrot erscheinen.

Die Pflanze wird bis zu 30 cm hoch.

Eine Heilwirkung wird dem Gewöhnlich-Katzenpfötchen bei Bronchitis oder Gallenbeschwerden nachgesagt.

Kriech-Günsel

Ajuga reptans

Pflanzenfamilie: Lippenblütler

Blütezeit: April bis Juni

Vorkommen: Nord-Afrika, Europa, Kaukasus, Iran

In den Blumensamen enthalten!

Kriech-Günsel | Ajuga reptans

Geschickter Bodendecker

Ausdauernd und krautig bedeckt der Kriech-Günsel unsere Böden und breitet sich schnell aus.

Man sollte ihn nicht als Unkraut betrachten, auch wenn seine Ausläufer manchmal bis in den gepflegten Rasen reichen können.

Kriech-Günsel

Der Kriech-Günsel liebt es sumpfig und halbschattig bzw. schattig – egal ob in Wäldern, auf Berghängen oder Wiesen.

Er kann bis zu 30 cm hoch werden.

Die Blätter dieser Günselart sind am Rand leicht gewellt.

Seine violett-blauen Blüten bilden sich ab April – unsere Insekten profitieren dadurch bereits früh im Jahr von seinem Nektar.

Dem Kriech-Günsel wird eine heilende Wirkung bei Verdauungsbeschwerden, aber auch bei Gelenksbeschwerden und Entzündungen nachgesagt.

Echte Betonie

Betonica officinalis

Pflanzenfamilie: Lippenblütler

Blütezeit: Juli bis August

Vorkommen: Nahezu in ganz Europa

In den Blumensamen enthalten!

Echte Betonie | Betonica officinalis

Bienenliebling mit strengem Geschmack

Die krautige Pflanze wächst in unseren Wiesen und Wäldern.

Oft wird die Pflanze von kundigen Personen in der Küche verwendet – z.B. in Suppen oder Gemüsegerichten – obwohl sie einen eher strengen Geschmack aufweist.

Echte Betonie

Feuchte und kalkarme Böden werden von der echten Betonie bevorzugt.

Sie kann auf Moorwiesen, in Wäldern, aber auch auf Bergwiesen vorkommen und wird bis zu 80 cm hoch.

Sie gilt als besonders beliebt bei Bienen, Hummeln und Schmetterlingen – ihre Blüten können rosa, violett, rot und manchmal auch in weiß erblühen.

Als Heilpflanze wurde die echte Betonie bereits im Mittelalter verwendet – sie soll gegen Magen-Darm-Probleme und Atemwegserkrankungen helfen.

In früheren Zeiten wurde sie häufig auch für das Färben von Wolle verwendet.

Margerite

Leucanthemum

Pflanzenfamilie: Korbblütler

Blütezeit: Mai bis August

Vorkommen: Ganz Europa.

In den Blumensamen enthalten!

Margerite | Leucanthemum

Beliebt und pflegeleicht

Margeriten sind beliebte, aber durstige Pflanzen, die auch als Schnitt- bzw. Zierblumen Freude bereiten.

Die Margerite gilt als unkompliziert und kann leicht vermehrt werden.

Durch regelmäßiges Abschneiden der welk gewordenen Blüten kann die Blütezeit verlängert werden.

Margerite

Margeriten mögen ungedüngte Wiesen und Weiden und können dort geradezu vor sich hin wuchern.

Sie dienen als echte Magneten für Bienen und Schmetterlinge.

Mit ihren strahlend weißen Blütenblättern wird sie auch gerne als Beetbegrenzung eingesetzt.

Ihre Heilwirkung gilt ähnlich der, die der Kamille zugeschrieben wird.

In früheren Zeiten wurde sie für Orakel benutzt, z.B. um sich die Anzahl seiner zukünftigen Kinder voraussagen zu lassen, sie galt aber auch als Hilfe gegen den bösen Blick.

Wiesen-Pippau

Crepis biennis

Pflanzenfamilie: Korbblütler

Blütezeit: Mai bis August

Vorkommen: ganz Europa

In den Blumensamen enthalten!

Wiesen-Pippau | Crepis biennis

Goldgelbe Tiefwurzler

Bis zu 1,2 m groß kann der Wiesen-Pippau werden – somit ist er fast nie zu übersehen.

Sobald eine Wiese, auf der er sich gerade noch wohl gefühlt hat, beweidet wird, verschwindet er.

Wiesen-Pippau

Der Wiesen-Pippau taucht gerne auf Wiesen und an Wegen auf – er bevorzugt sonnige Standorte.

Er ist Milchsaftführend und freut sich über eine Bestäubung durch Bienen, kann sich aber auch selbst bestäuben.

Dem Wiesen-Pippau wird keine besondere Heilwirkung nachgesagt, er wird aber in der Küche gerne für Salate und Füllungen von Gemüsegerichten verwendet, obwohl er äußerst bitter schmeckt.

Kuckucks-Nelke

Lychnis flos-cuculi

Pflanzenfamilie: Nelkengewächse

Blütezeit: Mai bis Juli

Vorkommen: Europa (gemäßigte Gebiete) und Westasien.

In den Blumensamen enthalten!

Kuckucks-Nelke | Lychnis flos-cuculi

Kuckuck, Kuckuck ruft's aus dem Sumpf

Der Ruf des Kuckucks verleiht dieser Wiesen- und Sumpfpflanze, die auch als Zierpflanze für Gartenteiche immer beliebter wird, ihren Namen.

Die Kuckucks-Nelke mag es gerne sonnig, aber feucht.

Kuckucks-Nelke

Bienen und Hummeln freuen sich besonders über die bis zu 80 cm hochwachsende Kuckucksnelke, mit ihren kräftigen rosa Blüten.

Sie blüht für viele Jahre, ohne viel Pflege zu benötigen.

Als Heilpflanze wird die Kuckucks-Nelke nur sehr selten eingesetzt.