Sumpfschrecke

Stethophyma grossum

Familie: Feldheuschrecken

Vorkommen in OÖ: Nur mehr sehr lokal in Feuchtwiesen und Sümpfen.

Gefährdung in OÖ: Vom Aussterben bedroht.

Sumpfschrecke | Stethophyma grossum

Tickender Gesang

Der Gesang der Sumpfschrecke auußert sich als tickender Laut, der bis zu 15m weit zu hören ist.

In feuchten und nassen Wiesen kann man – wenn man Glück hat – noch Sumpfschrecken entdecken.

Vor allem für die Eier der Sumpfschrecke ist ein feuchter Boden unerlässlich. Dünger kann sie nicht leiden.

Sumpfschrecke

Am liebsten essen Sumpfschrecken, in den 53 Tagen, die sie maximal auf der Erde verbringen, Süß- und Riedgräser.

Bis zu 4 cm groß wird die Sumpfheuschrecke, die in olivgrünen bis dunkelbraunen Farbtönen erscheinen kann – die Weibchen können zudem rote oder violette Flecken aufweisen.

Gemeine Keiljungfer

Gomphus vulgatissimus

Familie: Flussjungfern

Vorkommen in OÖ: Nur selten in naturbelassenen Fließgewässern und Brandungsbereichen von Seen.

Gefährdung in OÖ: Stark gefährdet.

Gemeine Keiljungfer | Gomphus vulgatissimus

Schwarz-gelbe Tarnung

Die kräftig gebaute gemeine Keiljungfer mag vor allem sauberes Fließgewässer. Die Larven der Libelle benötigen am ehesten feines und sandiges Substrat.

Die Libelle fliegt von April bis Juli und ist an ihren vollständig schwarzen Beinen zu erkennen, ansonsten weist sie eine schwarz-gelbe Färbung auf.

 

Gemeine Keiljungfer

Bis zu 50 mm groß ist die gemeine Keiljungfer und kommt dabei auf eine Flügelspannweite von bis zu 68 mm.

Ihre Lebensdauer ist auf 30-40 Tage begrenzt.

2017 wurde sie zur Libelle des Jahres in Deutschland gewählt.

Himmelblauer Bläuling

Lysandra bellargus

Familie: Bläulinge

Vorkommen in OÖ: Meist selten auf kalkreichen Böden und Magerwiesen.

Gefährdung in OÖ: Gefährdet.

Himmelblauer Bläuling | Lysandra bellargus

Blaue Schönheit

Der himmelblaue Bläuling liebt das Bergland und dessen sonnige Wiesen und Hänge.

Männchen und Weibchen unterscheiden sich durch eine leuchtend blaue bzw. braune – mit orangen Flecken gespickte – Flügeloberseite. Die Raupe ist grün-gelb gefärbt.

Wenn man Glück hat, entdeckt man einen fliegenden himmelblauen Bläuling am ehesten von Mai bis Juni und Juli bis September.

Himmelblauer Bläuling

Der Falter erreicht eine Flügelspannweite von bis zu 40 mm.

Er lebt und verpuppt sich gerne in der Nähe diverser Ameisenarten.

Die Raupe des himmelblauen Bläulings ernährt sich am liebsten von Hufeisen- oder Hornklee.

Sägebock

Prionus coriarius

Familie: Bockkäfer

Vorkommen in OÖ: Weit verbreitet.

Gefährdung in OÖ: Gefährdet.

Sägebock | Prionus coriarius

Nachtaktives Leben

Sechs Zähne, gelbe Haare, kräftige gezähnte Fühler – so kann einem der Sägebock in alten Bäumen, Laubwäldern oder Alleen begegnen.

Der Käfer ist zwischen Juli und August nachtaktiv und gilt als Einzelgänger, der keine Nahrung benötigt. Die Larven ernähren sich hingegen von rot- oder weißfaulen Eichen-, sowie von Laub- und Nadelhölzern.

Der Sägebock wird vom Licht angezogen und lässt sich dadurch nachts gut entdecken.

Sägebock

Bis zu 45 mm lang wird der kastanien- bis schwarzbraun gefärbte Sägebock.

Die Larven werden bis zu 6 cm lang.

Durch das Aneinanderreiben von Hinterbeinen und Flügeldecken kann der Sägebock zirpende Geräusche erzeugen.

Rote Waldameise​

Formica rufa

Familie: Ameisen

Vorkommen in OÖ: In Laub- und Nadelwäldern.

Gefährdung in OÖ: Vorwarnstufe.

Rote Waldameise | Formica rufa

Kräftige Mundwerkzeuge​

Beißend und säurespritzend – so verhält sich die rote Waldameise bei einem Angriff. Mit ihren kräftigen Mundwerkzeugen ist es ihr sogar möglich – gemeinsam mit anderen Mitgliedern ihres Volkes – tote Mäuse zum Nest zu schleppen.

Zwischen Februar und März erwacht die rote Waldameise aus ihrer Winterruhe und beginnt dann mit ihrer Arbeit.

Rote Waldameise

Die Rote Waldameise lebt meist in umfassenden Kolonien, die sehr lange Bestand haben können.

Die älteste Kolonie ist seit dem Jahr 1850 bekannt. Die Nester der Roten Waldameise können bis zu 2 m hoch gebaut werden.

Die Rote Waldameise kommuniziert über Düfte und ihre Fühler.

Sie ernährt sich neben Honigtau und dem Saft von Früchten und Bäumen auch von Insekten und Tierleichen.